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AUSSTELLUNGSHINWEIS „generell frisch“ Neuzugänge des BBK Sachsen-Anhalt

Das Ausstellungsformat »generell frisch« geht in die zweite Runde. Die Neuzugänge des Berufsverbandes Bildender Künstler Sachsen-Anhalt e. V. (BBK) sind vom 11. September bis 15. November im Stadtmuseum Halle zu sehen. In den Räumen der ehemaligen Druckerei werden 15 künstlerische Positionen präsentiert, die hinsichtlich ihrer vielfältigen Professionen, Ausbildungen und Alter eine außerordentliche Bandbreite aufweisen.

Neben Arbeiten der Schmuckgestalter Martina Röhrig, Mareen Alburg-Duncker und Wolfram Zausch werden dem Besucher Fotografien von Marcus-Andreas Mohr und Stefan Scholz, aber auch Keramik und Porzellan von Lisa Elze und Harald Röhrig geboten. Die Buchgestalterin Annegret Frauenlob wird ihre Buchkunst und Sylvia Walther ihre Kalligrafien zur Ansicht geben. Bronzen der Bildhauerin Grit Berkner werden ebenso zu sehen sein wie Arbeiten der Filmemacherin Barbara Šalamoun und großformatige Gemälde von Kerstin Alexander und Kathrin Hänsel. Gleichfalls ausgestellt werden Grafiken von Christine Heinemann und der Künstlerin Marija Falina, welche an der Schnittstelle zwischen Malerei und Grafik arbeitet.

Der BBK Sachsen-Anhalt ist die Berufsvertretung freiberuflich-professionell tätiger Künstlerinnen und Künstler in Sachsen-Anhalt. Derzeit sind darin 240 Mitglieder organisiert.
Ihre Arbeitsbereiche umfassen Grafik, Grafikdesign, Malerei, Skulptur, Keramik, Installation, Schmuck, Textil und Mode, Konzeptkunst – vielfältige Formen visueller und haptischer Kommunikation mit allen Zwischenformen bildkünstlerischer Gestaltung.
Der BBK Sachsen-Anhalt zielt mit seinen Initiativen auf den Ausbau öffentlicher Arbeitsfelder für Künstler, u.a. besonders in den Bereichen Bauen (Kunst am Bau, Kunst im öffentlichen Raum) und Kultureller Bildung (Künstler in Schulen).

 

Ausstellungszeitraum

11. September bis 15. November 2015
 im Stadtmuseum Halle

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10–17 Uhr

Ort: Stadtmuseum Halle
Große Märkerstraße 10
06108 Halle (Saale)
www.stadtmuseum.halle.de

Weitere Informationen zur Ausstellung unter
www.facebook.com/generellfrisch2015



 

Rahmenprogramm

Kuratorinnenführungen
Sonntag, 27.9.2015 um 14 Uhr
Sonntag, 15.11.2015 um 14 Uhr


Workshop »frische Farben–frische Perspektiven«
Experimentieren mit Linien und Farben. Mit den freischaffenden Künstlern Marija Falina und Stefan Scholz.
Samstag, 10. Oktober 2015, 14 – 17 Uhr
Teilnahmegebühr inkl. Material: 20€ Kinder / Jugendliche, 25€ Erwachsene
Teilnehmeranzahl begrenzt.
Anmeldung mit Altersangabe bitte bis 5.10.2015 an: marija.falina(at)gmail(dot)com.

 

Eröffnungsrede

»Sehr verehrte Gastgeber, liebe Frau Unger, werte Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Frau Dr. Marquard.

Ich begrüße Sie im Namen des Berufsverbandes Bildender Künstler.

Der Titel dieser Ausstellung »Generell Frisch« klingt wie eine Prophezeiung, wie ein Versprechen. Wie ein Gemüseladen werben könnte, werben wir mit dieser Ausstellung für bildende Kunst und für den Berufsverband Bildender Künstler. Das klingt verlockend, macht neugierig und Appetit auf sozusagen frische Künstler, frische Positionen bildender Kunst, frische Mitglieder des Berufsverbandes.

Ich bedanke mich für Ihr unkompliziertes Angebot Frau Unger, diese Ausstellung hier wiederum präsentieren zu können.

Ich bedanke mich für Ihre Begrüßung Frau Dr. Marquard, bedanke mich bei den Künstlerinnen und Künstlern die Ihre Arbeiten hier zeigen und an dem Aufbau der Ausstellung beteiligt waren. Und besonders bei Ruth Heftrig, Juliane Aleithe und Ihre Helfern, die diese Ausstellung geplant, organisiert und aufgebaut haben! Und ich danke der Stadt Halle und dem Land Sachsen-Anhalt für Ihre Unterstützung.

Es ist wirklich ein Anlass zur Freude, und lassen sie mich desshalb über Umstände reden die mich am heutigen Abend, hier zur Eröffnung der zweiten Ausstellung »Generell Frisch« besonders freuen.
Eine Vielzahl spannender und interessanter Positionen bildkünstlerischer Arbeit die wir hier in dieser Ausstellung erleben dürfen. Ebenso vielfältig wie die Spielarten bildender Kunst, ebenso vielfältig wie die Zahl der beteiligten Künstlerinnen und Künstler. Das, vor allem, ist mir und hoffentlich Ihnen, liebe Gäste ebenfalls, ein persönliches Vergnügen.
Diese Versammlung künstlerischer Positionen, wie wir Sie in dieser Ausstellung zeigen, stellt keine Auswahl dar. Es ist eine heterogene Zusammenstellung, denn alle hier vertretenen 15 Ausstellerinnen eint zu diesem Anlass einzig der Beitritt zum Berufsverband Bildender Künstler. Und dies ist der zweite Anlass meiner Freude, und lassen Sie mich bitte, liebe Gäste, diesen Anlass etwas ausführlicher beleuchten.

Die Entscheidung dem Berufsverband Bildender Künstler beizutreten verstehe ich zum einen als einen Ausdruck der Hoffnung auf Unterstützung bei der Ausübung eines -zugegebener Maßen, in verschiedener Hinsicht schwierigen und komplizierten Berufes-, als einen Vertrauensvorschuss, der uns als Berufsverband auch verpflichtet, als Hoffnung auf ein Netzwerk, auf den Zugang zu erforderlichen Informationen und Kontakten und auf eine »Rückendeckung« in rechtlichen und sozialen Belangen. Ich verstehe den Beitritt in den Berufsverband aber auch als Bereitschaft mitzutun, sich solidarisch zu fühlen, sich für die Interessen dieser Berufsgruppe einzusetzen und zu engagieren.
Es ist, wie wir wissen, keine Selbstverständlichkeit, dass Künstlerinnen und Künstler sich um die Aufnahme in den Berufsverband bewerben. Mit ca. 250 Mitgliedern, (Tendenz steigend) vertreten wir etwa ein Drittel der in Sachsen-Anhalt lebenden und arbeitenden Künstlerinnen und Künstler.

Was erwarten Sie von diesem Verband, fragen wir die Bewerber bei jedem Aufnahmegespräch. Und was bekommen Sie dann, was haben sie davon Mitglied dieser Interessenvertretung zu sein, fragen wir uns vier, im Verbands-Vorstand.

Welche Gründe, so die berechtigte Frage gibt es also dem Berufsverband beizutreten?

Der BBK Sachsen-Anhalt ist einer von insgesamt 14 Landesverbänden, deren Interessen auf Bundesebene durch den Bundesverband Bildender Künstler vertreten werden. Mit seinen insgesamt 10.000 Mitgliedern ist dies der größte Künstlerverband in Europa. Das gibt dem BBK Kraft und Gewicht, die Anliegen und Interessen der Künstler wirkungsvoll zu vertreten und durchzusetzen, in der Öffentlichkeit, gegenüber den zentralen und regionalen Kulturgremien, den Verwaltungen, den Ministerien, bis hin zum Deutschen Bundestag und seinen Ausschüssen.
Über die Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK) sind wir durch den Bundesverband gut vernetzt und angebunden, u.a. in der International Association of Art (IAA) und durch die Mitarbeit in den Organisationen European Council of Artists (ECA) und Culture Action Europe (CAE).

Ganz wichtig ist auch unsere Interessenvertretung durch den BBK in der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst, durch welche die Urheber- und Folgerechte der bildenden Künstler gegenüber den Verwertern und Nutzern im In- und Ausland vertreten werden. Hier ist auch die Stiftung Sozialwerk der VG Bild-Kunst angesiedelt, die Künstlern in Notlagen oder im Alter mit den Mitteln der Stiftung (aus Erträgen der VG Bild-Kunst) unterstützt.
Der Bundesverband vertritt die Künstlerinteressen im Deutschen Kulturrat, im Beirat der Künstlersozialkasse (KSK) und in Stiftungen wie der Stiftung Kunstfonds u.a.m.
Über Jahre hat der BBK an der Verbesserung der beruflichen Rahmenbedingungen für Künstler mitgewirkt, wie z.B. bei der Realisierung der Künstlersozialversicherung ebenso wie bei der Durchsetzung und Beibehaltung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für Kunst.
Nicht anders auf der regionalen Ebene. Hier ist es unser Landesverband, der mit seinem Vorstand, der Geschäftsstelle und einzelnen Arbeitsgruppen als wichtige Schnittstelle und Umschlagplatz für Informationen, Anregungen und Ideen fungiert.
In unserer Geschäftsstelle finden Mitglieder ganz persönliche Hilfe und Beratung z.B. in steuer-, versicherungs- und arbeitsrechtlichen Fragen, zum Thema Kunst und Bauen, zur Projektarbeit und auch in sozialer Notlage. Hier gibt es Ansprechpartner und Kontakt für die örtlichen und regionalen Kulturverwaltungen und Einrichtungen, das Kultusministerium und verschiedene Partner bei der Vorbereitung und Durchführung von Projekten. Die Vermittlung von Kompetenz aus dem Kreis der Mitglieder wird regelmäßig in Anspruch genommen durch unterschiedliche Interessenten und potenzielle Auftraggeber, in Beiräten, für Gutachten und in Bildungseinrichtungen (z.B. »Künstler an Schulen«) u.a.m.
Informationen zu Ausschreibungen, Ausstellungen und Projekten kommen von hier über die Mitteilungsblätter, unsere Homepage, per Newsletter oder E-Mail und in dringenden Fällen auch telefonisch zu uns, den Verbandsmitgliedern.

Konkret steht nun auf unserem Arbeitsplan:

  • Schaffung von Kompetenzen beim Umgang mit Künstler- Vor- und Nachlässen
  • Wir bemühen zum Thema Kunst am Bau, um die verbindliche Umsetzung der Richtlinie K7 für Bauten der öffentlichen Hand, sowie intensiv um das Zustandekommen einer retrospektiven Ausstellung im Rahmen des Bauhausjubileums 2019
  • Die konkrete Bedürftigkeit von bildenden Künstlern ist uns ein konkretes Anliegen, Ihre soziale Situation und deren Auswirkungen auf die künstlerische Arbeit, wir sind zusammen mit Soziologen der MLU dabei ein Evaluationsprojekt anzustoßen, das auf diesem Gebiet Quantitative und Qualitative Größen ermitteln soll, die helfen können eine Verbesserung der Bedingungen für Künstlerinnen und Künstler in Sachsen-Anhalt herbeizuführen.
  • Wir wirken mit an Kulturpolitischen Initiativen wie dem Kulturkonvent und ihm nachfolgend der Kulturkonferenz, und anderen vielen regionalen oder kommunalen Initiativen wie hier in Halle

Vor welchem Hintergrund arbeitet der Verband und welcher Spielraum kann er nutzen? Ganz kurz hole ich noch einmal aus:

Eine Berufsvertretung vertritt im allgemeinen die spezifischen Interessen einer Berufsgruppe in der Öffentlichkeit und in der Verwaltung und bei jeder Gelegenheit. Üblicherweise können Vertreter genauso wirkungsvoll Interessen vertreten wie sie mit Arbeitsmöglichkeiten ausgestattet sind. Nun aber, die Ausstattung der Vertretung einer Berufsgruppe die in dieser Gesellschaft mit durchschnittlich 11T€ Jahreseinkommen zu den Geringverdienern zählt, wen würde ich mit dieser Information überraschen, diese Austattung ist wirklich minimal. Diesen Umstand muss jeder berücksichtigen, der damit argumentiert, dass Interessenvertreter natürlich von denen bezahlt werden sollten dessen Interessen er vertritt, wie das bei anderen Berufsgruppen wie Rechtsanwälten, Ärzten, oder allen Handwerksberufen üblich ist. Überlassen wir es also dem Markt, so folglich die überwiegende Meinung der Politiker in Sachsen- Anhalt und unseres Landtages in Magdeburg.

Sehen Sie nach, im Koalitionsvertrag zwischen Landes CDU und SPD stand es genau so, von 2006 bis 2011, und im neuen, jetzt geltendem Vertrag wurde bildende Kunst erst gar nicht mehr erwähnt. Kulturpolitik überhaupt wird in der Praxis der Legislative, also diesem Landtag, wenn, dann lediglich aus der Opposition heraus betrieben. Und das seit Bestehen der Großen Koalition in Magdeburg, also seit 2006!
Selbst das Auftauchen des Begriffes »Kreativwirtschaft« und die Erkenntnis das es sich in der Kultur auch um Arbeitsplätze um Erwerbs- Arbeitsplätze und um Wertschöpfung handelt, hat an der Wertschätzung für Kultur- und Kunst- Arbeitsplätze in diesem Land nichts geändert.
Im 2013 erschienen Landeskulturkonzept wird lediglich von der Kreativwirtschaft als solcher gesprochen, bildende Kunst wird nicht erwähnt. Von Kreativwirtschaft wird hier vor allem in den Zusammenhang mit Wirtschaftskraft und Rentabilität gesprochen.
Wen wundert es das wir so da stehen, wie wir da stehen. Das, trotz der vor diesem Hintergrund, bescheidenen Aussicht auf effektive Unterstützung und einer wirkungsvollen Interessenvertretung Kolleginnen und Kollegen zu uns finden, und trotzdem Teil nehmen wollen an dem Unterfangen herauszutreten aus der Einzelkämpferschaft des Künstlerberufes, darüber freue ich mich heute und jedes mal, wenn wir ein neues Mitglied im Berufsverband begrüßen.

Und noch einmal: Wir sind an laute Stimmen, an aggressive Werbung auf dem Marktplatz der freien Wirtschaft gewöhnt, und daran das eben jene die sich ständig zu Wort melden auch die ersten sind die wahrgenommen und oft auch unterstützt werden. Das sind die Regeln des Marktes die die leisen Stimmen niederschreien und emporheben was eigentlich mit ihrer Bedarfsorientiertheit schon nicht mehr Kunst ist.

Die leisen Töne, die stillen Arbeiten, die entdeckt werden wollen und -müssen, die Ihre Ausstrahlung einer Präsenz verdanken, diese seltenen Objekte, sind die spannenden, meistens die spannenderen Positionen.

Eine gute Gelegenheit für solche Entdeckungen bietet diese Ausstellung, die wir heute Abend hier im Stadtmuseum eröffnen.

Und zuletzt, freue ich mich auf die Begegnungen, nachher auf unserem Fest, das durch vielfältige Unterstützung ermöglicht wurde.«

Daniel Priese am 12. 9. 2015, Bildhauer, Vorstand des BBK Sachsen-Anhalt e.V.

unser neues Kursprogramm JETZT ANMELDEN!

Es ist wieder soweit – unser neues Kursprogramm steht!

Suchen Sie Gleichgesinnte, die wie Sie gerne Zeichnen oder Fotografieren? Wollten Sie schon immer mal ausprobieren, wie man eine Radierung oder eine Lithografie anfertigt? Nutzen Sie unseren besonderen Schatz – die Werkstätten für Keramik, Schmuck, Lithografie und Radierung. Wir laden Sie ein, sich in Techniken der Gestaltung auszuprobieren, Interessen
zu vertiefen und im Austausch mit anderen Neues zu entdecken.

Unsere Dozenten*innen – Renée Reichenbach, Claudia Baugut, Helmut Stabe, Matthias Ritzmann, Yi-Cong Lu, Jan Thomas, Dirk Neumann, Annegret Rouél, Nora Mona Bach, Anna Helm und Sara Möbius – sind Absolventen*innen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle – Gestalter*innen ihres Fachs. Sie alle verbindet der Wunsch, ihr Wissen und Können weiter zu geben.

Ein besonderes Angebot in diesem Halbjahr sind die Veranstaltungen »Freihandzeichnen und Radierung« bzw. »Freihandzeichnen und Lithografie« am jeweils 2. und 4. Mittwoch eines Monats. Man meldet sich für je einen der beiden Kurse an und kann dann nach Interesse zwischen den Kursen wechseln.

Unsere Absicht liegt in der Vermittlung von Gestaltung und handwerklichen Fertigkeiten unter der Leitung von Fachexperten. Kurz gesagt: handwerklicher Rahmen und gestalterische Freiheit. Eine Beschreibung der Inhalte erhalten Sie auf unserer Internetseite oder selbstverständlich auch telefonisch. Gleiches gilt für die Anmeldung zu den Kursen.

Sollten Sie Ihren Wunschkurs nicht in unseren Angeboten finden oder ein gesondertes Angebot für eine Gruppe wünschen – kontaktieren Sie uns!

Wir bedanken uns für das Vertrauen und die Unterstützung der Kunststiftung Sachsen-Anhalt!

internationales Arbeitsstipendium

Das internationale Arbeitsstipendium in Armenien im Jahr 2007 lud Künstler aus den Bereichen Grafik, Malerei oder Fotografie dazu ein, zwei Monate auf den Spuren des sorbischen Landschaftszeichners und Grafikers Heinrich Theodor Wehle im Kaukasus zu wandeln. Florian Bielfeldt erhielt dieses Stipendium und bereiste zwei Monate Armenien. Die Arbeitsergebnisse sind derzeit noch bis 15. Juli 2015 im Stadtmuseum Halle in der Ausstellung OUT FOR A SMOKE zu sehen.

Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vergibt 2015 zum zweiten Mal ein internationales Arbeitsstipendium in Armenien, das Kunstschaffenden aller Sparten eine zweimonatige Expedition in Armenien »auf den Spuren Heinrich Theodor Wehles im Kaukasus« ermöglicht. Die/der Stipendiatin kann ab Oktober 2015 für acht Wochen in Begleitung eines ortskundigen Führers der ACCEA durch Armenien zu den Stätten reisen, an denen Wehle zeichnete. Die Arbeitsergebnisse des Stipendiums sollen in Ausstellungen in Sachsen-Anhalt und Armenien präsentiert werden. Das Stipendien ist mit 2.000 EURO dotiert. Reise- und Unterbringungskosten werden von der Landeskunststiftung übernommen. Die Bewerbungsfrist endet am 27. Juli 2015 (es gilt der Posteingangsstempel der Kunststiftung).

Heinrich Theodor Wehle (1778–1805), der für die Dessauer Chalcografische Gesellschaft tätig war, brach 1802 mit einer geologisch-wissenschaftlichen Expedition, die die Erkundung von Bodenschätzen zum Ziel hatte, in den Kaukasus, nach Georgien und Nordarmenien auf. Er arbeitete dort als Topograph und Kartenverwalter und zeichnete mit Feder und Pinsel außerdem verschiedenste Landschaften und Bauwerke, die ihn tief beeindruckten.

Unter seinen Darstellungen sind solche, die das Gesehene exakt wiedergeben. Bei anderen hingegen geraten die Landschaften zu fast abstrakten Chiffren. Seine Reisezeichnungen, die wegen der Kürze des Verweilens an den einzelnen Stationen in knapper Zeit entstehen mussten, zeigen einen souveränen Zugriff auf die Motive, die in kleinem Format wiedergegeben wurden. Heinrich Theodor Wehle ist der erste Grafiker der den Kaukasus als Gegend künstlerischer Darstellung erschloss und dabei ein ganz eigenes künstlerisches Formenvokabular entwickelte: Die Spontanität als wesentliches Element der Zeichnung, als unmittelbarer Ausdruck des durch den Künstler Gesehenen und Empfundenen rührt aus der Einfachheit der Mittel, die es erlauben, ohne größere Vorbereitungen das Gewollte zu Papier zu bringen. Dort, wo Wehle in Eile seine Eindrücke hinwarf, entstanden die Besten seiner Zeichnungen – sie werden zur eindrücklichen Chiffre, zu einer knappen und prägnanten Verkürzung auf das Wesentliche. Von der Gefühlswelt des Sturm und Drang und der beginnenden Romantik beeinflusst, sind seine jeweiligen Stimmungen bei der Entstehung der Zeichnungen oft spürbar.

Mit der Umsetzung dieses Stipendiums der Kunststiftung, welches durch das Auswärtige Amt gefördert wird, soll herausgefunden werden, wie die von Wehle dargestellten Schauplätze – so sie noch aufzufinden sind – heute unter völlig anderen kulturellen Einflüssen auf Künstler wirken. Partner der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Armenien ist das ACCEA – Armenian Centre for Contemporary Experimental Art, eine der wichtigsten Einrichtungen für zeitgenössische Kunst in Armenien, das seit 1995 alle zwei Jahre den Armenischen Pavillon auf der Biennale in Venedig kuratiert und dadurch großes internationales Ansehen genießt.

Pressemitteilung, 15. Juni 2015

Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
Neuwerk 11
06108 Halle (Saale)
Kathrin Westphal
Tel.: 0345 29897297
Fax: 0345 29897295

Jahresausstellung der Burg VORMERKEN!

100 Jahre Burg
Jahresausstellung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
am 18. und 19. Juli 2015

Mitte Juli 2015 ist es wieder soweit: Im Jubiläumsjahr der BURG öffnet die Hochschule zum Ende des Sommersemesters ihre Türen und Tore und lädt zum Besuch ihrer Jahresausstellung ein. In den zu Ausstellungsräumen gewandelten Ateliers, Werkstätten und Seminarräumen der Hochschule und an anderen Orten in Halle zeigen die Studierenden am Samstag, 18. Juli, und am Sonntag, 19. Juli, zwischen 10 und 18 Uhr die Arbeitsergebnisse aus den vergangenen zwei Semestern.

Den Auftakt der Jahresausstellung bildet die Eröffnung am Freitag, dem 17. Juli, um 18 Uhr im Volkspark Halle mit der feierlichen Verleihung des Kunstpreises der Stiftung der Saalesparkasse 2015 und der anschließenden Werkschau der Modeklasse.

Parallel zu den Ausstellungen gibt es für Studieninteressenten Informationen zu allen Studienformen. Auch eine individuelle Mappenberatung (das ist die Vorstellung und Beurteilung der eigenen künstlerischen Arbeiten) ist möglich.

Das grafische Konzept der diesjährigen Jahresausstellung folgt den Prinzipien der Narration: Durch Unklarheiten, Irritationen und Entfremdung innerhalb der Medien (Plaktat, Flyer, Programmheft) sollen die Besucherinnen und Besucher provoziert werden zu irren, zu hinterfragen, Dialoge einzugehen, sich auseinanderzusetzen und so zur Jahresausstellung der BURG finden, um sie zu entdecken. Die BURG soll dabei als Ort der Partizipation, der Diskurse, der Experimente und Gestaltung erkundet werden.

Weitere Infos unter: www.burg-halle.de

(Auszug Pressemitteilung)

Netzwerk für Gestalter AUFRUF!

WERTE GESTALTER*INNEN –
DESIGNER*INNEN, HANDW ERKER*INNEN, KÜNSTLER*INNEN

Wir – das Designhaus Halle der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und das Kompetenzzentrum »Gestalter im Handwerk« – haben uns zusammengetan, um den Austausch zwischen Designern*innen, Künstlern*innen und Handwerkern*innen – sprich Gestaltern*innen zu fördern.

Dafür planen wir unter anderem eine interne Datenbank. Wir beabsichtigen, für Designer*innen, Künstler*innen und Handwerksbetriebe die Suche nach geeigneten Partnern zu erleichtern.

Für die Zukunft wäre ein Erfahrungsaustausch, aber auch das Arbeiten an gemeinsamen Projekten denkbar. Vielleicht sucht der ein oder andere eine*n Handwerker*in bzw. Designer*in, Künstler*in, mit dem er ein Projekt angehen kann oder den bereichernden Austausch, ohne bereits eine konkrete Absicht zu haben.

Wir sehen unser Vorhaben nicht in Konkurrenz zu bereits bestehenden Bestrebungen, sondern freuen uns auf eine bestärkende Zusammenarbeit.

Ziel ist ein beidseitiger Gewinn. Dieser Aufruf ist als erster Schritt zu verstehen, der abhängig von Ihren Interessen und Rückmeldungen umgesetzt wird.

FÜHLEN SIE SICH ANGESPROCHEN?
DANN FOLGEN SIE DEM LINK:

www.kgh-halle.de/anmeldebogen-handwerker-und-designer/

LASSEN SIE UNS IHRE ANGABEN BIS ZUM 30. September 2015 ZUKOMMEN.

 

Kreativwirtschaft Magdeburg

Denkfabrik für erfolgreiches Business –
1. ThinkTank der Kreativwirtschaft in Magdeburg

Mit ausgefallenen Formaten, interessanten ReferentInnen und jeder Menge Kreativpotential bietet Ende Mai der erste ThinkTank der Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt eine vielversprechende Plattform für einen Dialog zwischen Kreativen, Politik und Wirtschaft.

Die kreativen Köpfe des Landes sind die Protagonisten dieses neuen Events. Sie kommen zusammen, um sich weiter zu vernetzen, gegenseitig auf die Finger zu schauen und gemeinsam Strategien für ihre Branche zu entwickeln.
Von Speed-Dating über Showcases kreativer Produkte bis hin zu »Lehrstunden über das Scheitern« bietet der ThinkTank alles, was das Herz begehrt, um den Austausch untereinander, aber auch zwischen Wirtschaft und Kreativen zu fördern.
Wie die branchenübergreifende Zusammenarbeit in der Praxis zum Erfolg werden kann, darüber spricht unter anderem der Gründer von EdenSpiekermann, MetaDesign und FontShop, Erik Spiekermann in seiner Keynote. Der Gestalter, Typograf und Autor prägt nicht nur seine StudentInnen an der Hochschule für Künste in Bremen, sondern das Grafikdesign weltweit und zählt zu den polarisierendsten Menschen der Kreativbranche.
Neben Themen wie »Die kreative Stadt« werden außerdem neue Geschäftsmodelle diskutiert und Wege für den wirtschaftlichen Erfolg aufgezeigt.

Initiiert und realisiert wird der ThinkTank von der Mitteldeutschen Kommunikations- und Kongressgesellschaft mbH im Rahmen des aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ESF geförderten Projekts »Etablierung von Innovationsmanagementprozessen in KMU der Kreativwirtschaft und nahestehender Branchen im Norden Sachsen-Anhalts.«
Der ThinkTank findet am 27. und 28. Mai 2015 im neuen Kreativzentrum Magdeburg, dem Forum Gestaltung, statt.

Details zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte unter www.mdkk.de.

(Pressemitteilung des MDKK)